The Last Chance?

Last week I received my book cover from Books on Demand for my novel „George The Man Who Lost Himself“. My book will be published there in the coming weeks.

The actual drawing was designed by a friend and then it was packed into a neat cover by BoD.  I’m absolutely stunned by the result, because the book cover is kind of edgy and therefore, stands out from the crowd. That is at least my hope. In addition, the drawing hits the mood of my novel extremely well. The advantage here clearly was the fact that the draughtsman and I know each other and therefore could swap ideas.

I am very happy to go down this path of self-publishing and invest my money in this matter with complete conviction. Even if I run the risk of not getting the costs out of it. Not making a profit doesn’t drive me over the edge. What would go with not making any profit, however, would be the fact that my novel won’t go down well, that it gets lost in the crowd. I wrote this story over a long period of time and ultimately it reflects many phases of my life. A second course of study, which had made me very unhappy – after all, I finally came back to writing due to that time – as well as the termination of my teacher training program, which I still think was absolutely liberating. During my short trip to that traineeship, I did not come to write at all and as a teacher at a grammar school with two writing-intensive subjects it would not have gotten any better. With the termination of my teacher training program and thus the teaching profession itself, with complete commitment I decided for myself, for a life as an author.  

Back to the actual topic. After having quieted my training program I of course had more than enough time and I used it to finally finish writing George. It was a wonderful time. This story is very special to me and very close to my heart. And that is precisely why the coming time also causes me so much sorrow.

I hadn’t found a publisher for my novel, the first self-publishing platform I used initially hadn’t brought me anything and now this is the next – the last – attempt. Of course, this won’t be my last book, because I have enough ideas and material, but I am concerned about this one story. I sincerely hope that George sooner or later will reach many readers. For this I also have to take many steps out of my comfort zone and continue to tackle the vexed topic of self-marketing. I don’t know where to start.

But when I look back on this year, I sure can be proud of myself, because I have already taken some steps that have demanded from me to overcome a fair amount of willpower. What can I say, I’ve survived.

In this sense: take a deep breath and get to it!

Die letzte Chance?

Letzte Woche habe ich von Books on Demand mein Buchcover für meinen Roman „George Der Mann, der sich selbst verlor“ erhalten. Mein Buch wird in den kommenden Wochen dort veröffentlicht.

Die eigentliche Zeichnung hat ein Freund entworfen und von BoD wurde es dann in ein ordentliches Cover gepackt. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Endergebnis, da das Buchcover edgy ist und dadurch aus der Menge heraussticht. Zumindest ist das meine Hoffnung. Zudem trifft die Zeichnung die Stimmung meines Romans äußerst gut. Der Vorteil hierbei war ganz klar, dass der Zeichner und ich uns kennen und uns entsprechend austauschen konnten.

Ich bin sehr froh diesen Weg des Selfpublishing zu gehen und investiere mein Geld aus voller Überzeugung in diese Sache. Auch wenn ich Gefahr laufen sollte, die Kosten nicht ansatzweise wieder rauszuholen. Keinen Gewinn zu erzielen, bringt mich nicht um den Schlaf. Was damit jedoch einher gehen würde, wäre der Umstand, dass mein Roman nicht ankommen würde, in der Masse unterginge. Ich habe diese Geschichte über einen längeren Zeitraum geschrieben und letztlich spiegelt sie dadurch zahlreiche Phasen meines Lebens wider. Ein zweites Studium, das mich sehr unglücklich gemacht hatte – immerhin bin ich in der Zeit endlich wieder zum Schreiben gekommen – sowie der Abbruch meines Referendariats, das ich nach wie vor als befreiend empfinde. Während meines kurzen Ausflugs in jenes Referendariat bin ich nämlich überhaupt nicht mehr zum Schreiben gekommen und als Lehrerin im gymnasialen Zweig mit zwei schreibintensiven Fächern wäre es auch nicht besser geworden. Mit dem Abbruch des Referendariats und somit dem Lehrerberuf habe ich mit also voll und ganz für mich, für ein Leben als Autorin entschieden.

Zurück zum eigentlichen Thema. Nach dem Abbruch hatte ich natürlich wieder mehr als genug Zeit und die habe ich genutzt, um George endlich fertig zu schreiben. Das war eine wunderbare Zeit. Diese Geschichte ist für mich etwas ganz Besonderes und liegt mir sehr am Herzen. Und genau das ist der Grund, warum mir die kommende Zeit auch Kummer bereitet.

Einen Verlag hatte ich für meinen Roman nicht gefunden, die erste Selfpublishing-Plattform, die ich genutzt hatte, brachte mir so gut wie gar nichts, und nun ist dies der nächste – der letzte – Versuch. Natürlich ist das nicht mein letztes Buch, denn Ideen und Material habe ich genug, doch es geht mir um diese eine Geschichte. Ich hoffe aufrichtig, dass George früher oder später viele Leser erreichen wird. Dafür muss ich auch noch viele viele Schritte heraus aus meiner Komfortzone wagen und das leidige Thema der Selbstvermarktung weiter angehen. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Doch wenn ich auf dieses Jahr zurückblicke, kann ich stolz auf mich sein, denn ich habe schon so einige Schritte gemacht, die mir eine gehörige Portion Selbstüberwindung abverlangt haben. Was soll ich sagen, ich habe es überlebt.

In diesem Sinne: Augen zu und ab durch die Mitte!

Wer ist eigentlich dieser George und was macht ihn aus?

The inner Bear

George Sugarman, die Hauptfigur meines Romans „George, schlaflos in den Straßen London“ ist ein fünfunddreißigjähriger Londoner, der seine fünfjährige Tochter Molly allein großzieht. Die Mutter des Mädchens, Geny, war die einzige Frau, mit der George eine tiefgehende Beziehung hatte. Bis Geny leider verstarb. Warum war dies seine einzige Beziehung? Um dieser Frage nachgehen zu können, muss man sich George genauer anschauen. Er ist ein recht schüchterner, jedoch gleichzeitig latent sturer Mann. So sehnt er sich zwar nach einer Gefährtin, würde sich aber niemals auf eine Frau einlassen, zu der keine starke Verbindung spürt. Spürt er eine Verbindung, schüchtern ihn dies wiederum ein, da nun Gefühle mit im Spiel sind. Die Angst vor Zurückweisung ist bei meiner Hauptfigur besonders groß, auf Grund seiner Erfahrung aus der Kindheit.

George ist ein Mann, der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit schätzt, weshalb ihm eine sogenannte Zweckbeziehung zuwider ist. Aufgrund seines etwas fülligeren Äußeren ist er zudem etwas unsicher. Gerne versteckt er sich auch hinter diesem Umstand.

Eine weitere äußerst wichtige Frau in seinem Leben ist seine Mutter Dolores Sugarman. Dolores hat Ihren Sohn seit seinem sechsten Lebensjahr komplett allein großgezogen. Als George sechs Jahre alt war, wurden er und seine Mutter von seinem Vater Ray Susniak verlassen. Zu Dolores und Ray hatte ich ja in der Vergangenheit bereits Einträge verfasst und hier hinterlassen. Aus diesem Grund möchte auf die beiden hier nicht im Detail eingehen.

Der Tatsache geschuldet, dass George von seinem Vater verlassen wurde und seit jeher nichts mehr von ihm gehört hat, trägt enorm zu Georges Verunsicherung bei. War er der Grund, warum der Vater ging? Dies ist eine Frage, die sich Kinder in solchen Situationen leider oft stellen. Auf der anderen Seite wollte George keine Belastung für seine Mutter sein, weshalb er sich oft im Hintergrund hielt, um somit potentiellem Ärger aus dem Weg zu gehen.

Georges größtes Problem jedoch ist es, dass er sich seinen Gefühlen nicht stellen möchte. Die Einsamkeit, Schuldgefühle oder die Wut gegenüber seinem Vater. All dies versucht er stets tief in seinem Inneren verborgen zu halten. Seine Gefühle finden allerdings ihren Weg an die Oberfläche und dort angekommen, übernehmen sie Kontrolle über ihren Besitzer. So passiert es, dass aus George, dem vermeintlichen Teddybären ein Grizzly wird.

Und genau dort beginnt die Geschichte…

Herzlichen Georges Vatertag – Über Ray Susniak

Sorry Oscar …

Es ist immer schwer, sich in einen anderen Menschen – besonders, wenn er so gar nicht der eigenen Persönlichkeit ähnelt – hinein zu versetzen, aber vielleicht tue ich es gerade aus diesem Grund so gerne. Eine ganz besondere Herausforderung ist es dann, wenn diese Person obendrein zum anderen Geschlecht gehört. Zugegeben, man kann mit dem anderen Geschlecht oftmals mehr Gemeinsamkeiten haben, als mit dem eigenen. Was habe ich zum Bespiel mit Georges Vater, Ray Susniak, gemein? Die Liebe zur Musik, zu alten Filmen und zu gemütlichen alten Spelunken. Eben diese ganz bestimmte Romantik der alten Dinge, der geheimen Nischen und der kleinen Freuden des Lebens. Was habe ich mit dem guten alten Ray nicht gemeinsam? Dass er ein Vater ist, oder generell, dass er Kinder hat. Somit können wir nicht gemein haben, dass wir unser Kind verlassen haben.

Beim Schreiben, oder besser gesagt bei der Charakterentwicklung, habe ich lange darüber nachgedacht, was einen dazu treibt, wegzugehen und wie es sich anfühlen muss. Das dies keine leichte Entscheidung ist, kann ich mir gut vorstellen. Besonders für Georges Vater war es das nicht, hat er seinen Sohn doch geliebt. Auf die Beweggründe möchte ich jedoch hier nicht eingehen, da ich euch sonst zu viel vorwegnehmen würde. Es kann jedoch festgehalten werden, dass Ray aus einer guten Intention heraus oftmals sehr viel Schlechtes fabriziert.

Viel lieber möchte ich auf Ray Susniak als generellen Charakter eingehen. Er ist ein liebevoller Haudegen, der den Frauen äußerst zugewandt ist. Nie hat er es lange bei einer ausgehalten, außer, wenn es um seine geliebte Dolores ging.

Treu ergeben ist er dagegen seinen Freunden. Seine alteingesessene Clique hat Ray schon seit seiner Jugend. Auch wenn sie schon den ein oder anderen Todesfall unter sich zu beklagen hatten, bleiben sie überdies auch ihrem Lieblingspub treu. Auch das ist ein wichtiger Teil seiner Persönlichkeit; der regelmäßige – fast tägliche – Besuch im Pub. Dort spielen Sie seine Lieblingsmusik, die alten Klassiker. Die Sitzecke, in der die alten Jungs sitzen, hat sich schon ihren Hinterteilen angepasst. Und mit der Barfrau, Cherry, ist man natürlich auch per Du. Natürlich ist er – wie die meisten meiner Charaktere – auch kein Kostverächter. So ist Georges Vater fast durchgängig dabei, etwas zu kauen.

Schwelgen in alten Erinnerungen, der Musik lauschen, hin und wieder mal ein kleines sexuelles Abenteuer und etwas Gutes zu essen, das macht Ray Susniak aus.

Happy George’s Father’s Day – About Ray Susniak

Sorry Oscar …

It’s always hard to put yourself in another person’s place, especially when that person’s personality is totally different from yours, but maybe that’s why I like to do it so much. It is a very special Challenge if this person belongs to the opposite sex on top of that. Admittedly, one often can have more in common with the opposite sex than with one’s own. What do I have in common with George’s father, Ray Susniak? The love for music, old movies and cosy old honky-tonks. It is precisely this very specific romance of the old things, the secret niches and the little pleasures of life. What do I not have in common with the good old Ray? That he is a father, or generally that he has children. So, we cannot have in common that we have left a child.

When writing, or rather developing his character for a long time I thought about what might drives a person to walk away and how that must feel. I can well imagine that this is not an easy decision. It wasn’t an easy one for George’s father in particular, since he loves his son. However, I do not want to go into the motives, otherwise there would be spoiler alerts. It can be said, however, that he often fabricates a lot of bad things out of a good intention.

I would much rather refer to Ray Susniak as a general character. He is a highly likeable swashbuckler who is extraordinarily devoted to women. He has never put up for long with a lady, except when it comes to his beloved Dolores.

On the other hand, he is tremendously loyal to his friends. Ray has had his long-established clique since his youth. Even if they have already had to mourn one or the other death among them, they also remain faithful to their favorite pub. This, too, is an important part of his personality; the regular – almost daily – visit to the pub. There his favorite music, the old classics is played. The seating area in which the old boys have kept sitting night after night has already adapted to their backs and with the barwoman Cherry one of course is on the first-name terms. Like most of my characters, Ray naturally is not a food scorner. So, George’s father is almost constantly chewing something.

Reveling in old memories, listening to music, having a little sexual adventure occasionally and eating something good that’s what makes Ray Susniak.

Herzlichen Georges Mutter-Tag – über Dolores Sugarman

Da heute Muttertag ist, dachte ich mir, ich könnte doch mal auf eine ganz besondere Mutterrolle in eingehen; der von Georges Mutter Dolores Sugarman.

Zu Beginn der Geschichte wird recht schnell deutlich, dass Dolores eine äußerst attraktive Frau ist, und somit sogar George Therapeutin Dr. Manvill ein wenig in Verlegenheit bringt. Dolores hat ein sicheres, selbstbewusstes Auftreten und lediglich Georges Vater, Ray Susniak, hatte es jemals geschafft, ihr so den Boden unter den Füßen wegzuziehen, dass sie nicht für sich selbst eingestanden ist. Ihre Liebe zueinander ließ sie zu einer anderen Person werden. Aufgepasst Klischee: die zerstörerischsten Lieben, sind oftmals die, welche scheinbar ewig wären. Es ist nicht Dolores, die dieser Beziehung ein Ende setzt, sondern Georges Vater.

Eben genau diese Beziehung und das Weggehen des Vaters, lassen George zu jenem latent introvertierten, und Frauen gegenüber, schüchternen Mann werden. Dolores hingegen scheint nach der Trennung wieder zu ihrer alten Stärke zurück gefunden zu haben, und noch viel mehr. Sie gibt alles, um George nicht nur eine gute Mutter zu sein, obendrein sie versucht den Vater zu ersetzen. Was naturgemäß ein schwieriges Unterfangen ist. Dolores Liebe und Hingabe scheinen grenzenlos zu sein, egal was ihr Sohn tut. Und auch als das Schicksal ihn zu einem alleinerziehenden Vater macht, zögert sie nicht und unterstützt ihren Sohn, wo sie nur kann. Es stellt sich die Frage, inwiefern Dolores Stärke und Tatkraft ihren Sohn George ungewollt in seine Rolle als stiller Beobachter hineinmanövriert haben könnten. Seine Unsicherheit gegenüber Frauen kann durchaus daraus resultieren, dass er durch seine Mutter mit einem amazonenartigen Frauenbild groß geworden ist. Frauen, denen er, wie George annimmt, nicht gewachsen sein könnte. Oder sogar Frauen, die ihn zu sehr versuchen würden zu verändern. Auf seine Art ist George doch recht stur und eine Frau, ähnlich gestrickt wie seine Mutter, könnte ihm früher oder später schlichtweg nerven. George muss die Dinge auf seine Art erledigen und dies bedarf einer geduldigen Gefährtin. Geduld ist ein Fremdwort für die liebe Dolores.

Woher nimmt Dolores eigentlich ihre schier endlose Stärke? Ich denke, dass Resilienz eine ihrer größten Stärken ist. Durch die Geschichte hinweg werden immer wieder Schicksals Schläge, die Dolores erleben muss, geschildert. Und nach jedem einzelnen packt sie früher oder später all ihre Kräfte wieder zusammen und macht weiter, macht das beste aus der Situation. Dolores ist eine Kämpferin mit einem großen Herz und wenn ich hier so über sie schreibe, muss ich doch ganz stark an meine liebe Oma denken, deren Leben voller schwerer Schicksalsschläge war. Mir fällt das Sprichwort, „wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach daraus Limonade“ ein und ich denke, man könnte meine Großmutter gut und gerne die Königin der gelungenen Limonaden nennen. Jetzt in diesem Moment fällt mir auf, wie viel ich von ihr, ganz unbewusst, in den Charakter der Dolores Sugarman gesteckt habe.   

Happy George’s Mother’s day – about Dolores Sugarman

Since today is Mother’s Day in Germany, I thought I could go into a very special mother role; George’s mother Dolores Sugarman.

At the beginning of the story, it quickly becomes clear that Dolores is an extremely attractive woman, and thus even George therapist Dr. Manvill gets a little bit intimidated by that. Dolores has self-confidence and a confident demeanor, and only George’s father, Ray Susniak, had ever managed to pull the floor under her feet in such a way that she did not stand up for herself. Their love for each other made her a different person. Watch out for the cliché: the most destructive relationships are often those that would seem eternal. And it is not Dolores who puts an end to this relationship, but George’s father.

It is precisely this relationship and the leaving of the father that make George become that latently introverted, and women facing, shy man. Dolores, on the other hand, seems to have returned to her old strength after the separation, and much more. She gives everything to not only be a good mother, she even tries to replace the father. Which, by its very nature, is a difficult undertaking. Dolore’s love and devotion seems boundless no matter what her son does. And even when fate makes become him a single father, she does not hesitate and supports her son wherever she can. The question arises as to how much Dolore’s strength and vigour may have inadvertently maneuvered her son George into his role as a silent observer. His insecurity towards women may well result from the fact that he grew up with an Amazon-like image of women due to his mother. Women he might not be able to cope with, george assumes. Or even women who would try to change him too much. In his own way, George is quite stubborn and a woman, similarly knitted as his mother, could sooner or later simply annoy him. George  has to get things done his way and this requires a patient companion. Patience is a foreign word for the dear Dolores.

Where does Dolores actually take her seemingly endless strength from? I think resilience is one of her greatest strengths. Throughout the plot, strokes of fate that Dolores has to experience are repeatedly depicted. And after each one, sooner or later she packs all her strength back together and continues, making the most of the situation. Dolores is a fighter with a big heart, and writing about her here, I have to think very strongly of my dear grandma, whose life was full of heavy blows of fate. The saying „when life gives you lemons, make lemonade“ comes to mind and I think I could well call my grandmother the queen of delicious lemonades. Now, at this moment, I notice how much I have put, quite unconsciously, into the character of Dolores  Sugarman.  

On creating George

„George“ is a story in which the protagonist is a man who roams the streets of London plagued by massive nightmares at night. How did I come to write a story largely from the perspective of a male protagonist when I am a woman myself? Well, since I myself read almost exclusively books written by male authors – it just always turned out that way – it was kind of natural for me to let a man experience this story. I hope to have learned enough about the male mindset, psyche and emotional world while reading all these novels, so that George is authentic enough. Inspiration for George’s appearance and the fact that he has a five-year-old daughter was a situation I experienced myself. I immediately got captivated and I got the idea of the main character. I was sitting on the tram very early in the morning. It stopped at the Bebelplatz stop and when I looked outside, I saw a picture of absolute peace and bliss. On the bench next to the bus stop, sat a man with his little daughter on his lap. The daughter sat tightly snuggled up to her father, who in return had laid his head on hers. See, total peace and bliss! Both have closed their eyes as if they were sleeping peacefully. Next to the girl on the bench there was her little Dora The Explorer backpack. You want to know what they looked like? Read it in my book! 

Anyway, this picture didn’t let me go in a wonderful way and so the main character and his little mini-me were created. The appearance of the father on the bench, his cosy, bearlike charisma aroused in me the idea or rather the question of how he handles and feels about everyday topics, such as cooking, raising his daughter, hobbies, dealing with love and sexuality. How it affects other people. How they deal with him because of his charisma. Whether they misunderstand him, maybe mark him down, see him as someone he may not be. All these things shot through my head at that moment. 

Why the fact that George grew up almost completely without a father? One’s childhood is the most important part of our development. George’s childhood has made him become the man he is. Without this childhood and the resulting development, he would most likely have dealt with his nightmares differently. He hadn’t walked through the streets sleepless at night, he would have been more open and courageous in dealing with women. „George“ would have been a completely different story.

Why the nightmares? Well, this is the only detail of the plot that is a personal part of me. I dreamed them all myself. And as already mentioned, when you write things down, they leave you alone.

Why the storyline with Dr. Manville? First of all, psychology is simply important in my opinion when it comes to detailed character descriptions. Secondly, it is … Well, yes… I don’t want to write too much. In case this is read by someone who hasn’t read „George“ yet, but still has it in mind, I wish you a lot of fun!  

Hey there, my name is Martina, I am 36 years old, married and live in the heart of Germany, Kassel. If I don’t do my job as a clerk or have fun with my three cats, I use as much of my time as possible to write my stories. This requires a good organization as well as a sympathetic husband. Telling stories or writing them down has always been part of my life, because I am very lucky that they come to me. The smallest inspirations that happen to me trigger storylines, which only “leave me alone“ once I have written them down. When formulating, the characters are especially important to me. I admit that they are often more important to me than the actual story. Since I have a degree in English literature, my stories always take place in English-speaking countries – mostly the UK – as a little homage. Therefor, „George,“ as well as the story I recently finished writing take place in London. The novel I’m currently working on is taking place in the US for a change. You see, I always have a writing project going on. 

What drives me? Apart from the stories that don’t let me go until I put them on paper, it’s the feeling of having created something. And, of course, the hope that the reader, got captivated by my story, fells delighted to have been distracted by something unpleasant and simply feels entertained.

Wie „George“ entstanden ist

„George“ ist eine Geschichte, in welcher der Protagonist ein Mann ist, der geplagt durch massive Albträume nachts durch die Straßen Londons streift. Wie bin ich dazu gekommen, eine Erzählung größtenteils aus der Perspektive eines männlichen Protagonisten zu schreiben, wo ich doch selbst eine Frau bin? Nun ja, da ich selbst fast ausschließlich Bücher, verfasst von männlichen Autoren, lese – es hat sich einfach immer so ergeben – war es für mich irgendwie ganz natürlich, einen Mann diese Geschichte erleben zu lassen. Ich hoffe, beim Lesen all dieser Romane genug über die männliche Denkweise, Psyche und Gefühlswelt gelernt zu haben, sodass George authentisch genug ist. Inspiration für George Aussehen und den Umstand, dass er eine fünfjährige Tochter hat, war eine Situation, die ich erlebt habe. Eine sehr kurze tatsächlich. Dennoch hat sie mich sofort gefesselt und die Idee zur Handlung so richtig in Schwung gebracht. Ich saß ganz früh morgens in der Straßenbahn. Sie hielt an der Haltestelle Bebelplatz und als ich aus dem Fenster schaue, erblicke ich ein Bild der absoluten Friedlichkeit und Glückseligkeit. Auf der Bank neben der Haltestelle sitzt ein Mann mit seiner kleinen Tochter auf dem Schoß. Woher die Friedlichkeit und Glückseligkeit? Die Tochter saß eng geschmiegt an ihren Vater, welcher widerum seinen Kopf auf ihren gelegt hatte. Beide haben ihre Augen geschlossen, als würden sie friedlich schlafen. Neben dem Mädchen steht ihr kleiner Dora The Explorer-Rucksack auf der Bank. Wie die beiden aussehen? Lest es in meinem Buch nach! Wie dem auch sei, dieses Bild ließ mich auf eine wunderbare Art nicht mehr los und so war die Hauptfigur samt seinem kleinen Mini-me erschaffen. Das Aussehen des Vaters auf der Bank, seine gemütliche, bärige Ausstrahlung erweckten in mir die Vorstellung oder vielmehr die Frage danach, wie er Dinge des alltäglichen Lebens – Kochen, Erziehung seiner Tochter, Hobbies, Umgang mit Liebe und Sexualität – händelt und sie empfindet. Wie er auf andere Menschen wirkt. Wie sie mit ihm umgehen aufgrund seiner Ausstrahlung. Ob sie ihn missverstehen, eventuell abstempeln, als jemanden sehen, der er vielleicht gar nicht ist und was tatsächlich in ihm vorgeht. All diese Dinge schossen mir in diesem Moment durch den Kopf.

Warum der Umstand, dass George fast vollständig ohne Vater aufgewachsen ist? Am meisten prägt uns unsere Kindheit. Georges Kindheit hat ihn nun einmal zu dem Mann werden lassen, der er ist. Ohne diese Kindheit und seine daraus resultierte Entwicklung wäre er höchstwahrscheinlich anders mit seinen Albträumen umgegangen, wäre er nachts nicht schlaflos durch die Straßen gelaufen, wäre er offener und mutiger im Umgang mit Frauen. „George“ wäre eine völlig andere Geschichte geworden.

Warum die Albträume? Nun ja, dies ist das einzige Detail der Handlung, welches ein persönlicher Teil von mir ist. Ich habe sie alle selbst geträumt. Und wie schon erwähnt: wenn man Dinge niederschreibt, lassen sie einen in Ruhe.

Warum der Handlungsstrang mit Dr. Manville? Zunächst einmal ist die Psychologie bei detailierten Charakterbeschreibungen meiner Meinung nach einfach wichtig. Zum zweiten ist es … nun ja … ich will nicht zu viel schreiben. Für den Fall, dass dies hier jemand liest, der „George“ noch nicht gelesen hat, es aber noch vor hat, wünsche ich viel Spaß dabei!