Auf geht’s!

Auf geht’s!

Den letzten Blogeintrag zu schreiben, war absolut befreiend. Bereits während ich ihn verfasste, merkte ich, wie sich Blockaden lösten und sich Strukturen bildeten. Über Dinge zu reden oder zu schreiben, hat noch immer geholfen. Warum hatte ich das nicht schon vorher getan? Wahrscheinlich, weil ich einfach etwas Zeit brauchte. Zum Durchatmen oder einfach um Kraft zu sammeln.

Wie in meinem letzten Eintrag erwähnt, ereignete sich zu Beginn des Sommers leider auch ein trauriges Ereignis in meiner Familie. Jemand, der für mich auf unterschiedliche Weise bedeutend war, hat sich von uns verabschiedet. Nach langer schwerer Krankheit war er gestorben. Da unser Verhältnis jedoch recht ambivalent war, fällt ein Abschied entsprechend schwer. Ich meine damit die Gedanken und Gefühle, die ich mit seinem Tod hatte, waren gleichermaßen ambivalent. Dazu kam, dass mir sein Tod auch noch ein paar andere Dinge schmerzlich vor Augen geführt hatte. Das hatte mich lange beschäftigt.

In meinem letzten Eintrag hatte ich zudem erwähnt, dass ich mit dem Gedanken spiele an einem Wettbewerb teilzunehmen, dessen Einsendeschluss bereits Ende September ist. Nun ja, diese zwei Dinge gehören zusammen, denn Thema des Wettbewerbs sind dunkle Momente. Ich hatte es mir ein wenig offen gehalten, ob ich mein Gefühlschaos durch das Schreibens eines Betrags verarbeiten werde. Und so kam es absolut unerwartet und somit völlig unverfälscht aus mir heraus. An einem Freitagabend, eine Stunde bevor ich das Haus verlassen wollte, verließ ein Gedicht meine Gefühlswelt. Dass es ausgerechnet ein Gedicht wurde, war etwas überraschend für mich, hatte ich doch zuletzt welche in meiner Pubertät verfasst. Doch wenn man etwas genauer darüber nachdenkt, ist es doch nicht so überraschend, ist ein Gedicht doch die natürlichste Form seine Gefühle auszudrücken. Es ist impulsiv, fragmentiert und auf das Wesentlichste fokussiert. So wie eben ein Gefühlsausbruch.

Es tut gut, mich ein wenig befreien zu können und gleichzeitig wieder ins produktive Schreiben gekommen zu sein. Ich fühle mich wieder mehr mit mir verbunden.

Veröffentlicht von martinarwrites

Indieautorin, die ihre Erfahrungen teilt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: